Sauerland-Theater mit neuem Meyer Sound Equipment

Veröffentlicht am 30.08.2019
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Im Sauerland wird seit Juni wieder gespielt. Nach einer umfassenden Renovierung in Folge eines Wasserschadens können sich die Gäste des Sauerland-Theaters in Arnsberg nun auf ein vielfältiges Programm freuen. Dabei bietet das Theater für Kulturinteressierte Klassiker, Komödien, Dramen und Musikdarstellungen an.

Das Theater wurde 1968 erbaut und verfügt über 586 Sitzplätze. Im Rahmen der Renovierung wurde auch das unbeschädigt gebliebene, aber in die Jahre gekommene Beschallungssystem erneuert. Die komplette Neuinstallation sollte allen zu erwartenden Bedürfnissen im normalen Theater-Alltag gerecht werden.

An dieser Stelle kommt die Firma Media-Con mit ihrem beeindruckenden Portfolio an Referenzen ins Spiel. Michael Schwarzer, der die Firma zusammen mit Ulrich Schmidt-Kalteich gegründet hat, betreibt zudem ein eigenes Tonstudio und ist ein international tätiger Soundprofi mit umfassender, praktischer Erfahrung.

Das zu installierende System sollte in erster Linie die technischen Spezifikationen für das umfassende Künstler-Portfolio des Sauerland-Theaters abdecken. Die Präferenzen lagen dabei auf Rider-Tauglichkeit und optischer Kompaktheit. Durch den verfahrbaren Orchestergraben gibt es unterschiedliche, akustische Situationen, die ohne die Umpositionierung der Beschallungsanlage realisiert werden sollte. Die Entscheidung fiel dabei auf das System von Meyer Sound.

„Meyer hat klanglich mehr überzeugt. Das haben die Beteiligten unabhängig voneinander so empfunden", so Michael Schwarzer. „Die Sequenzabdeckung war einfach besser. Meyer Sound klingt linearer über das gesamte Frequenz- und Lautstärke-Spektrum und kann sehr gut für die unterschiedlichen Anwendungen getunt werden. Damit ist das System unglaublich flexibel."

Zentrum des Systems sind zwei geflogene Arrays aus je sechs LINA Line-Array Lautsprechern. Das kompakte System war für Schwarzer die Lösung, um eine optimale Coverage ohne zusätzliche Delay-Systeme zu erreichen. „Über den gesamten Zuschauerbereich haben wir von dem erstem bis zum letzten Sitzplatz einen gemessenen Pegelabfall von nur 2dB.“

Geflogen werden übrigens auch die vier 900-LFC Subwoofer, um diese nicht permanent auf- und abbauen zu müssen. Dazu wurde zwar eine Kabel-Infrastruktur vorgegeben, damit gastierende Produktionen an der Bühnenkante Zusatzbässe installieren können, dies ist allerdings nicht notwendig, da der geflogene System-Sub extreme Pegel-Reserven bietet.

Für die Nahfeldbeschallung hat Michael Schwarzer vier UP4-XP sowie ein MPS-488HP spezifiziert. Auch hier musste eine Lösung gefunden werden, die beiden Saalkonstellationen gerecht wird. Zwei verschiedene Snapshots sorgen für die jeweils optimale Konfiguration. Bei der Entscheidung für die UP4-XP war für Schwarzer vor allem die Horn-Directivity ausschlaggebend: „Die UP4-XP passt einfach perfekt zu LINA und ist zudem physikalisch auf die unterschiedlichen Orchestergraben-Zustände schnell umzumontieren."

Sorgen bereiteten ihm lediglich die gläsernen Seitenwände des Theatersaals. Die großen Fensterflächen können bei Bedarf mit einem Vorhang motorisch geschlossen werden und sind kurzfristig für die jeweilige Veranstaltung anzupassen. „Ich dachte, mit den Arrays könnte es aufgrund der Horizontal-Coverage von 100 Grad ein Problem mit den Glaswänden bei geöffnetem Vorhang geben. Im HF-Bereich trifft das zu, allerdings nur bei Lautstärken jenseits der 115 dB, die für die typische Nutzung des Saales nicht zu erwarten und somit vernachlässigbar sind.“

Hängepunkte waren anfangs nicht vorhanden. Die Plattformen, die das System tragen, hat Schwarzer in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Statik-Büro entwerfen und montieren lassen. Und da die Arrays nicht permanent auf- und abgehängt werden sollten und unverfahrbar installiert wurden, musste Schwarzer die exakte Kompromissposition für sämtliche Saalnutzungen und Raumkonstellationen finden.

„Die Positionierung ist nicht ganz typisch. Normalerweise designt man Line-Arrays nicht direkt in das Bühnenportal, aber das ist auf Grund der vorgegebenen Präferenzen akustisch sinnvoll. Im optischen Gesamtbild fügt sich das Lautsprechersystem gut in die restliche Saal-Architektur ein.“ Überhaupt beurteilt Michael Schwarzer den Saal sehr positiv: „Das 1968 eröffnete Gebäude wurde bereits unter Berücksichtigung akustischer Gesichtspunkte entworfen und hat bis heute einen soliden, klanglich neutralen Grundcharakter."

Überaus wichtig war dem Sauerland-Theater die umfassende, exakte Kontrolle über sämtliche Systemkomponenten. Überwacht und gesteuert wird die Anlage daher mit einem RMServer, einem Galileo GALAXY 816 und mit der Compass Software.

Im Sauerland-Theater sind mit einem vielfältigen Programm ein Bühnenmeister und ein Techniker für sämtliche Gewerke verantwortlich, so dass ein Mitarbeiter oft für Licht sowie Ton zuständig ist. Die intuitive, grafische Compass-Oberfläche hat den Umstieg auf komplett erneuerte Gewerke jedenfalls erleichtert: nach einer eintägigen Einführung in Compass und GALAXY war alles Wesentliche geklärt.

Beim System-Design hat Michael Schwarzer mit MAPP XT gearbeitet, dem er die realistischsten Prognosen bescheinigt: „Das umfassende Tool bietet mir eine praxisgenaue Bewertung des zu erwartenden Ergebnisses. Ich habe in der Vergangenheit durchgehend positive Erfahrungen mit MAPP XT gemacht.“

Installiert wurde das System von einer ebenfalls in Arnsberg ansässigen Firma, der Topas Veranstaltungstechnik KG von Hermann Krick. Hermann Krick merkte dazu an: „Ich bin sicher, dass das neue Meyer Sound PA-System keine Wünsche offenlässt und auch noch in 20 Jahren allen Ansprüchen genügen wird.“

www.meyersound.com

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