1997

Der Spruch des Jahres aus der Vor-Google-Zeit kommt von einem Internet-Skeptiker: "Bevor ich rauskriege, wen ich eigentlich im Internet erreiche, fällt es mir leichter die Adressen aller Linkshänder raus zu bekommen, die transzendentale Meditation betreiben und am liebsten Karamellpudding essen."

Die Welt 1997

Während Bill Clintons zweite Amtsperiode mit der "Praktikantinnen-Affäre" beginnt und "Monika" die Stammtische erheitert, erringt Tony Blair einen erdrutschartigen Wahlsieg gegen den konservativen Premier John Major. In Kenia brechen Unruhen aus, die auch die Urlaubsgebiete am Indischen Ozean tangieren. Hongkong wird am 1.7. 1997 nach 100 Jahren als britische Kronkolonie in die Volksrepublik China eingegliedert. Mit 4,67 Millionen erreicht Deutschland den Nachkriegsrekord bei den Arbeitslosenzahlen.

Bundespräsident Herzog kritisiert erstmals im Berliner "Adlon" die Reformunfähigkeit der deutschen Politik. Wenn schon nicht reformiert werden kann, so wird wenigstens observiert: Die Länder-Innenminister beschließen die Beobachtung der Scientology-Sekte.

Aufgelöst werden das Monopol der Deutschen Telekom und der Glaube an die Unkopierbarkeit der Gene – durch Klonschaf "Dolly". Auch Schachweltmeister Kasparow erlebt die Wucht der Technik und verliert gegen den IBM-Schachcomputer "Deep Blue". Derweil erfreut und ängstigt Komet Hale-Bopp die Menschen und die Mercedes A-Klasse macht Schlagzeilen mit dem Elchtest. Nach 374 Wochen in Folge auf Ranglistenplatz 1 wird Steffi Graf von der erst 16jährigen Schweizerin Martina Hingis abgelöst. Dafür gewinnt Jan Ullrich als erster Deutscher die Tour de France!

Das Lied des Jahres kommt von Sir Elton John: Candle in the Wind. Neu getextet zum Unfalltod von "Lady Di" in einem Pariser Straßentunnel. Weitere berühmte Tote des Jahres 1997: Die Ordensgründerin Mutter Theresa, die Schauspieler Robert Mitchum und James Stewart, Jaques-Yves Cousteau, Sir Georg Solti, Pop-Art-Künstler Roy Lichtenstein und der Journalist Werner Höfer.

Der Verband 1997

In Orlando wird unter Mitwirkung des VDSM im Februar der WCVM gegründet, "World Council of Venue Management". Lothar Meyer-Mertel (MuK Lübeck) trägt mittlerweile die Verantwortung für VDSM intern, der ab Juli erstmals als EVVC intern auftreten wird. Man spürt den Journalisten, MM schreibt gut und frisch und berichtet zu Beginn 1997, dass mit Monforthaus Feldkirchen und Congress Innsbruck die ersten deutschsprachigen Kongresszentren ISO 9002-zertifiziert sind, es folgt das Palatin als erstes deutsches ISO 9001-Haus. In Rosenheim eröffnet das Ku´Ko. Auf der JHV in Berlin wählen 100 von 120 Stimmberechtigten Matthias Fuchs erneut zum Präsidenten. Es wird eine Stabsstelle Pressesprecher eingerichtet und mit der dreisprachigen Vanesa Kassel bekommt die Geschäftsstelle des nun 260 Mitglieder starken Verbandes eine weitere Planstelle. Großes Lob zollen alle dem Marketingkonzept von Klaus Krumrey als Richtung weisendes zentrales Papier für die Verbandszukunft. Am 4.Juni verkündet Matthias Fuchs am Abschlusstag der JHV dass der neue Verbandsname EVVC ohne Gegenstimme endgültig verabschiedet ist. Nach dem Ausscheiden von Günter Valjak ist Günter Ihlenfeld aus Pforzheim zum neuen Vorsitzenden der AG II gewählt; Klaus Kleyboldt aus Bremen leitet jetzt die AG III. Die selbständige Arbeitsgemeinschaft "Technik" wird abgestuft zum Fachbereich, zu einer den anderen AG´s zugeordneten Arbeitsgruppe. Erst 20% der Hallen haben übrigens Internetzugang aber der Verband stellt sich auf: EVVC goes Internet! Sabine Christiansen moderiert die Podiumsdiskussion des Verbandes auf der ShowTech und Prof. Dr. Wever begibt sich in die Gefahrensphäre von Prognosen, sagt einen Rückgang der deutschen Veranstaltungshäuser-Kapazität bis 2005 um 2o% voraus. Leider daneben, Herr Professor!

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