Update: Aktuelle Information zum Coronavirus - Auswirkungen auf Veranstaltungen

Veröffentlicht am 06.07.2020
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Aktuelle Situation in Deutschland

Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11.03.2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch Institut (RKI) stuft die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit insgesamt als hoch ein, für Risikogruppen als sehr hoch. Die Risikobewertung finden Sie hier.

Am 22.03.2020 haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Epidemie verschärft: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur noch „alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet“.

Am 16.04.2020 haben Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs in den Bundesländern ein Maßnahmenpaket beschlossen, um die Einschränkungen des Alltags schrittweise zurückzufahren. Hier finden Sie den Beschluss im Wortlaut.

Nicht festgelegt ist aktuell, nach welchen Besucherzahlen sich eine Großveranstaltung definiert. Diese Zahl wird voraussichtlich, abhängig vom Bundesland, variieren und ist den jeweiligen Verordnungen zu entnehmen.

+++ Letzte Aktualisierung 18.06.2020, 11:40 Uhr +++  Trotz aktuell beständig kleinerer Infektionszahlen haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass bestimmte "Basismaßnahmen" zum gegenseitigen Schutz vor Ansteckung weiterhin gelten. Dazu gehört der Mindestabstand von 1,5 Metern, das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten öffentlichen Bereichen, verstärkte Hygienemaßnahmen und das Instrument der Kontaktbeschränkungen. Der Beschluss "Coronavirus-Infektionen" vom 17.06.2020 besagt Folgendes zum Thema Großveranstaltungen:

Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen mindestens bis Ende Oktober 2020 nicht stattfinden. Versammlungen genießen grundrechtlich besonders verbürgten Schutz; angesichts der bei Menschenansammlungen vorhandenen Infektionsgefahren ist aber auch großes Augenmerk auf das Vorliegen geeigneter Schutz-und Hygienekonzepte und deren Einhaltung zu legen.

Für Messen gilt diese Vereinbarung nicht, wie der AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft betont. Das haben Bund und Länder in ihrer Vereinbarung vom 6. Mai 2020 festgelegt (siehe nachfolgender Abschnitt: Informationen zu den einzelnen Bundesländern). Außerdem wurde darin geregelt, dass ab sofort die Bundesländer in eigener Verantwortung über die Zulassung von Messen entscheiden und entsprechende Durchführungsbestimmungen zu den Abstands- und Hygieneregeln erlassen können. In vielen Fällen ist das bereits geschehen.

Messen werden in Deutschland nach bisherigen Planungen der Veranstalter ab September wieder stattfinden.

Informationen zu den einzelnen Bundesländern

+++ Letzte Aktualisierung 06.07.2020, 11:15 Uhr +++

Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 6. Mai 2020: "Auszug Veranstaltungen"
 

13. Die Länder werden in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens und landesspezifischer Besonderheiten über die schrittweise Öffnung der Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos mit Auflagen auf der Grundlage von gemeinsamen Hygiene- und Abstandskonzepten der Kulturministerkonferenz entscheiden.

14 .Die Länder werden in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens und landesspezifischer Besonderheiten über die schrittweise Öffnung der folgenden verbliebenen Bereiche mit Auflagen auf der Grundlage von gemeinsamen Hygiene- und Abstandskonzepten der jeweiligen Fachministerkonferenzen entscheiden:

  • Messen
  • Kleinere öffentliche oder private Veranstaltungen oder Feiern sowie Veranstaltungen ohne Festcharakter

15. Wie Bund und Länder bereits beschlossen haben, sind Großveranstaltungen wie z.B. Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes- Veranstaltungen derzeit untersagt. Wegen der immer noch gegebenen Unsicherheit des Infektionsgeschehens ist davon auszugehen, dass dies auch mindestens bis zum 31. August so bleiben wird.

Ein weiteres Ergebnis der Vereinbarungen von Bundesregierung und Bundesländern vom 06. Mai 2020: Künftig sollen die Bundesländer darüber entscheiden, ab wann die Durchführung von Messen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln erlaubt ist. Gleichzeitig werden Messen nicht mehr als Teil der Kategorie Großveranstaltungen betrachtet.


Wir haben Ihnen die aktuell geltenden Regelungen der einzelnen Bundesländern (in alphabethischer Reinfolge) aufgelistet und kurz zusammengefasst (die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert, alle Angaben ohne Gewähr.). Da sich die Lage täglich ändert, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Webseiten und Verordnungen der Länder die aktuellsten Informationen beinhalten.

Baden-Württemberg
Die Landesregierung hat am 23. Juni 2020 eine neue Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Die Neufassung gilt ab 1. Juli. Hier finden Sie einen Überblick über die wesentlichen Änderungen.

In einigen Bereichen gibt es noch Unterverordnungen, andere Unterverordnungen hingegen entfallen. Wenn Verordnungen entfallen, wie etwa die Veranstaltungs-Verordnung oder die Gaststätten-Verordnung, gelten die Regeln der neuen Corona-Verordnung des Landes. Die Hygieneregelungen bleiben bestehen.

Ab dem 1. Juli sind Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen möglich, wenn den Teilnehmenden für die gesamte Dauer der Veranstaltung feste Sitzplätze zugewiesen werden und die Veranstaltung einem im Vorhinein festgelegten Programm folgt. Also etwa Kulturveranstaltungen, Vereinstreffen oder Mitarbeiterversammlungen.

Ab dem 1. August sind Veranstaltungen mit weniger als 500 Personen wieder erlaubt.

Entsprechend der Vereinbarung zwischen den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin wurde das Verbot von Großveranstaltungen mit über 500 Personen bis zum 31. Oktober 2020 verlängert.


Bayern
In Bayern dürfen seit dem 15. Juni 2020 Theater, Kinos, Konzertsäle und andere Orte von Kulturveranstaltungen wieder öffnen. Auch die dafür notwendigen Proben und anderen Vorbereitungsarbeiten sind unter bestimmten Voraussetzungen wieder zulässig. Für Veranstaltungen gilt eine Obergrenze von 50 Besuchern in geschlossenen Räumen und 100 Besuchern im Freien.

Der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; soweit ein von den Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachtes Rahmenkonzept besteht, ist dieses zugrunde zu legen.

Veranstaltungen für ein feststehendes Publikum, wie etwa Hochzeiten, Geburtstage oder Vereinssitzungen und Schulabschlussfeiern mit bis zu 50 Gästen innen und 100 Gästen im Außenbereich sind möglich.

Öffentliche Festivitäten oder einem größeren, allgemeinen Publikum zugängliche Feiern bleiben untersagt. Es bleibt beim Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober 2020.

Vorbehaltlich einer anhaltend günstigen Entwicklung des Infektionsgeschehens plant die Staatsregierung, die Öffnung des Messe- und Kongressbetriebs in Bayern spätestens ab 1. September 2020 zu ermöglichen.

Zuständig für behördliche Untersagungen von Veranstaltungen ist das Gesundheitsamt Ihrer Kreisverwaltungsbehörde. Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie auf der folgenden Seite des Robert-Koch-Instituts.

Weitere Details finden Sie hier: 6 Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) vom 19. Juni 2020

 

Berlin

Für Veranstaltungen gibt es weiterhin Personenobergrenzen, die im Laufe der Zeit stufenweise ausgeweitet werden:

  • Bis einschließlich 31. Juli: nicht mehr als 300 Personen zeitgleich
  • Bis einschließlich 31. August: nicht mehr als 500 Personen zeitgleich
  • Bis 30. September: nicht mehr als 750 Personen zeitgleich
  • Bis 24. Oktober: nicht mehr als 1000 Personen zeitgleich

Für Veranstaltungen im Freien gilt:

  • Bis einschließlich 31. August: nicht mehr als 1000 Personen zeitgleich
  • Bis einschließlich 24. Oktober: nicht mehr als 5000 Personen zeitgleich

Die Veranstalter müssen ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erarbeiten, in dem auch dargelegt ist, wie der Mindestabstand eingehalten werden kann und eine Anwesenheitsdokumentation führen, wenn geschlossene Räume bei der Veranstaltung mit genutzt werden, um schnell bei einem möglichen Infektionsfall reagieren zu können. Die angegebenen Lockerungen werden unter der Bedingung vorgenommen, dass die Infektionslage dies ermöglicht.

Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen [...] bleiben weiterhin untersagt. Öffentliche Veranstaltungen in öffentlich geförderten Theatern sind bis einschließlich 31. Juli nicht erlaubt, unter freiem Himmel auf dem Theatergelände können aber Events stattfinden.

Die Verordnung in der Fassung vom 23. Juni 2020 in der Fassung vom 26. Juni 2020 finden Sie hier.
Weitere hilfreiche Links:

Brandenburg
Galerien, Museen, Ausstellungshallen und öffentliche Bibliotheken sind in Brandenburg bereits seit dem 22. April 2020 wieder geöffnet. Seit dem 6. Juni 2020 können zudem Kulturveranstaltungen jedweder Art in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Besucher*innen und unter freiem Himmel von bis zu 150 Besucher*innen unter Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln zur Vorbeugung von Infektionen stattfinden. Mit Inkrafttreten der Umgangsverordnung zum 15. Juni 2020 werden sämtliche bislang geltende zahlenmäßige Begrenzungen der Teilnehmer*innen von Veranstaltungen und Versammlungen aufgehoben. Damit besteht auch für Kulturveranstaltungen (Theater, Konzerte, Open-Air-Festivals u.a.) keine Limitierung der Teilnehmer*innenanzahl mehr. Die einzige derzeit noch geltende Begrenzung sieht die Verordnung über das Verbot von Großveranstaltungen vor, wonach bis zum 31. August 2020 keine öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 1000 gleichzeitig anwesenden Personen stattfinden dürfen.

Dennoch gelten auch in der neuen Umgangsverordnung weiterhin die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln als zentraler Baustein des Infektionsschutzes. So haben die Verantwortlichen der Kultureinrichtungen und der Kulturveranstaltungen daher auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts bei Veranstaltungen und Versammlungen, die unter freiem Himmel stattfinden, die Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln sicherzustellen sowie den Zutritt und Aufenthalt der Teilnehmenden zu steuern und zu beschränken. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen müssen die Veranstalter*innen aufgrund des vergleichsweise höheren Infektionsrisikos zusätzlich für einen regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft sorgen sowie die Personendaten in einer Anwesenheitsliste zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung erfassen.

Weitere Informationen:

 

Bremen
Laut der  Zehnten Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Zehnte Coronaverordnung), verkündet am 01.07.2020, sind Veranstaltungen und sonstige Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen mit bis 250 gleichzeitig anwesenden Personen erlaubt, soweit zwischen den Besucherinnen und Besuchern ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten wird.  Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen; bei Veranstaltungen in einem Betrieb muss ein betriebliches Schutz- und Hygienekonzept vorliegen. Eine Namensliste der teilnehmenden Personen zur Kontaktverfolgung ist zu führen. Für eine ausreichende Lüftung ist zu sorgen.

Veranstaltungen und sonstige Zusammenkünfte unter freiem Himmel sind mit bis zu 400 gleichzeitig anwesenden Personen erlaubt, soweit zwischen den Besucherinnen und Besuchern ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten wird. Auch hier muss ein Schutz- und Hygienekonzept vorliegen und weitere Auflagen erfüllt werden.

In jedem Fall bleiben mindestens bis zum Ablauf des 31. Oktober 2020 verboten Veranstaltungen, Versammlungen, Zusammenkünfte und ähnliche Ansammlungen von Menschen mit 1 000 oder mehr Teilnehmenden, Zuschauenden und Zuhörenden.

Weitere Details entnehmen Sie bitte der Verordnung, die wir Ihnen zu Beginn des Abschnitts verlinkt haben.


Hamburg
Die Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 der Freien und Hansestadt Hamburg vom 26. Mai, gültig ab dem 01.07.2020, definiert Großveranstaltungen als Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmenden - diese Art der Veranstaltung ist aktuell untersagt. Darüber hinaus sollen
Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, mindestens bis zum 31. Oktober 2020 nicht stattfinden.

Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen sind im Freien mit bis zu 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig. Bei Veranstaltungen mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind im Schutzkonzept gemäß § 6 die Anordnung der festen Sitzplätze, der Zugang und Abgang des Publikums, die Belüftung, die sanitären Einrichtungen sowie die allgemeinen hygienischen Vorkehrungen detailliert darzulegen.

Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze sind im Freien mit bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und in geschlossenen Räumen mit bis zu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig. Erfolgt während der Veranstaltung oder in den Pausen ein Alkoholausschank, reduziert sich die Anzahl der zulässigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils um die Hälfte. In geschlossenen Räumen darf die Anzahl der auf der Veranstaltungsfläche anwesenden Personen eine Person je zehn Quadratmeter der Veranstaltungsfläche nicht überschreiten.

Weitere Details entnehmen Sie bitte der Verordnung, die wir Ihnen zu Beginn des Abschnitts verlinkt haben.

 

Hessen
Das Corona-Kabinett der Hessischen Landesregierung hat lt. einer Pressmeldung vom 03.07.2020 entschieden, die Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus weiter zu lockern. Diese betreffen u.a. insbesondere die Kontaktbeschränkungen bei Veranstaltungen, in Theatern oder Kinos.

Im Bereich der Kontakt- und Betriebsbeschränkungen gilt ab dem 6. Juli:

  • Bei Veranstaltungen wie Messen oder Konzerten sowie in Theatern und Kinos wird die Fünf-Quadratmeter-Regel für Sitzplätze und die Zehn-Quadratmeter-Regel für Stehplätze aufgehoben. Grundsätzlich gilt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss. Als Richtgröße sollen für jede Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen. Davon kann beispielsweise in Theatern und Kinos abgewichen werden, wenn ein Hygienekonzept vorliegt, das Schutzmaßnahmen wie das Tragen einer Alltagsmaske vorsieht.
  • Auch der Besuch von Sportveranstaltungen und -wettkämpfen ist unter Einhaltung der Drei-Quadratmeter-Regel und eines Hygienekonzeptes wieder möglich.
  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, bei denen Zuschauerplätze eingenommen werden, sollen die Sitzplätze personalisiert vergeben werden, um eine Rückverfolgung im Fall einer Infektion zu ermöglichen.
  • Veranstaltungen mit mehr als 250 Besucherinnen und Besuchern müssen weiterhin vom Gesundheitsamt genehmigt werden.
  • Öffentliche Tanzveranstaltungen bleiben verboten.

Die Regelungen gelten bis zum 16. August 2020. Zur Verordnung: 15. VO zur Anpassung aller VO (GVBl. vom 3. Juli 2020)

Eine Übersicht aller hessischen Verordnungen und Allgemeinverfügungen finden Sie hier.



Mecklenburg-Vorpommern
Den MV-Plan 2.0 zur stufenweisen Öffnung (Stand: 12.06.2020, zuletzt geprüft am 03.07.2020) finden Sie hier.

Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, Ansammlungen und Versammlungen sind grundsätzlich untersagt. Dies gilt bis 31.08.2020 insbesondere für Volksfeste, größere Sport­veranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen.

Eine Ausnahme davon gilt unter anderem für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, an denen maximal 100 Personen teilnehmen sowie für Veranstaltungen unter freiem Himmel, an denen maximal 300 Personen teilnehmen. Diese dürfen im Einvernehmen mit der zuständigen Gesundheits­behörde stattfinden.

Der für die Veranstaltung Verantwortliche hat sicherzustellen, dass der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Personen gesichert ist, für jeden Teilnehmenden ein Sitzplatz vorhanden ist und die hygienischen Anforderungen beachtet werden. Ferner muss der Veranstalter allen teilnehmenden Personen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfehlen.

Der Veranstalter oder die Veranstalterin muss die anwesenden Personen in einer Anwesen­heits­liste erfassen, die mindestens die folgenden Angaben enthalten muss: Vor- und Familienname, vollständige Anschrift und Telefonnummer. Die Anwesen­heits­liste ist vom Veranstalter oder der Veranstalterin für die Dauer von vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und der zuständigen Gesundheits­behörde auf Verlangen vollständig herauszugeben.

(Quelle: Webseite der Landesregierung MV, zuletzt geprüft am 06.07.2020,11:15 Uhr).

Die "Schutzstandards Veranstaltungen" (Stand: 13.06.2020, zuletzt geprüft am 06.07.2020,11:15 Uhr) finden Sie hier.


Nordrhein-Westfalen

Die ab dem 01.Juli gültige Verordnung (mit der Anlage "Hygiene- und Infektionsstandards") finden Sie hier.

Saarland
Im Saarland ist die Rechtsverordnung in der Neufassung vom 26. Juni 2020 gültig. Hier gilt laut §6 (2), dass Veranstaltungen zu denen je Veranstaltungstag und -ort in der Summe unter freiem Himmel nicht mehr als 350 Personen und in geschlossenen Räumen nicht mehr als 150 Personen zu erwarten sind, können stattfinden; dabei sind Veranstaltungen mit mehr als 20 anwesenden Personen unter Angabe des Veranstalters der Ortspolizeibehörde zu melden.

Sachsen
In Sachsen gilt die Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung, die besagt, dass weiterhin Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum nur allein und mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes, in Begleitung der Partnerin oder des Partners, mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, und mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes oder mit bis zu zehn weiteren Personen erlaubt sind.

Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt dürfen laut Verordnung vom 30.06. bis zum 31.10. keine Großveranstaltungen stattfinden. Laut §2 (3) können Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit 250 Personen und Verastaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 1.000 Personen unter besonderen Auflagen durchgeführt werden.

Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz gilt ab dem 24. Juni die 10. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz, aus der hervorgeht, dass Veranstaltungen im Freien mit bis zu 350 gleichzeitig anwesenden Personen unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen zulässig. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 150 gleichzeitig anwesenden Personen unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen zulässig.
Zusätzlich finden Sie die veröffentlichen Hygienekonzepte.

Aus der am 13. Mai von der Landesregierung vorgestellten „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ geht folgendes hervor:

  • Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Wein-, Schützenfeste, Kirmes-Veranstaltungen sind derzeit untersagt. Eine Wiedereröffnung ist derzeit noch offen.
  • Veranstaltungen im Außenbereich sind derzeit untersagt. Ab dem 27. Mai können Veranstaltungen im Außenbereich mit einer Personenbegrenzung von 100 stattfinden, ab dem 10. Juni wird die Personenbegrenzung auf 250 angehoben.
  • Veranstaltungen im Innenbereich sind derzeit untersagt. Ab dem 10. Juni können Veranstaltungen im Innenbereich mit einer Personenbegrenzung von 75 stattfinden, ab dem 24. Juni wird die Personenbegrenzung auf 150 angehoben.

Schleswig-Holstein
In Schleswig-Holstein sind laut Verordnung in der ab 29. Juni gültigen Fassung Veranstaltungen mit mehr als 250 Personen untersagt (§5, (1)).

Thüringen
In Thüringen gilt seit dem 12. Juni die neue Verordnung, mit denen im §7 zu findenden Informationen zu Messen und Versammlungen und entsprechenden Hygieneauflagen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Informationen zur Lage in Österreich

Seit dem 15. Juni 2020 gelten folgende Regelungen für Veranstaltungen (zuletzt geprüft am 03.07.2020):

  • Indoor, fixe Sitzplätze: 250 Personen
  • Outdoor, fixe Sitzplätze: 500 Personen
  • Veranstaltungen ohne fixe Sitzplätze: max. 100 Personen, z. B. bei Hochzeiten
  • Bei mehr als 100 Personen: verpflichtendes COVID-19-Präventionskonzept
  • Bei mehr als 100 Personen: verpflichtende/r COVID-19-Beauftragte/r
  • Keine Sperrstunde für Veranstaltungen mit geschlossenen Gesellschaften
  • 3 Tage vor Veranstaltung müssen die Teilnehmer dem Betreiber des Gastgewerbes oder der Veranstaltungsstätte bekannt gegeben

Was ist sonst noch zu beachten?
Veranstaltungen in

  • Gastronomiebetrieben: max. 100 Personen und unterliegen den Bestimmungen der Gastronomie, (also z.B. keine Abstandsregeln)
  • Fach- und Publikumsmessen: keine Personenbeschränkung, MNS, wenn der 1 Meter Abstand nicht eingehalten werden kann, MNS für MitarbeiterInnen

Was beinhaltet ein COVID-19-Präventionskonzept?
unter anderem

  • Regelungen zur Steuerung der Besucherströme
  • spezifische Hygienevorgaben
  • Empfehlung zur Führung eines Systems zur freiwilligen Erfassung von Anwesenheiten

Weitere Details zu Veranstaltungen, auch zu den geplanten Regelungen ab dem 01.08. und dem 01.09.2020, finden Sie hier zum Download sowie auf der Webseite des Bundesministeriums Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (zuletzt geprüft am 03.07.2020, 11:35 Uhr)

Das Bundesministerium "Digitalisierung und Wirtschaftsstandort" stellt eine Liste ausgewählter COVID-19-Rechtsnormen auf Bundes-und Landesebene zur Verfügung. Jeder Eintrag ist mit der geltenden, gesamten Rechtsvorschrift verlinkt.

Informationen des Sozialministeriums finden Sie hier.

Alle Reiseinformationen des Außenministeriums finden Sie unter www.bmeia.gv.at.


Informationen zur Lage in der Schweiz

Der Bundesrat hat im März Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erlassen – gesetzliche Vorgaben wie Verbote sowie Hygiene- und Verhaltensregeln. Nun lockert der Bundesrat die Massnahmen schrittweise.

In einer 1. Etappe (ab dem 27.04.) durften verschiedene Einrichtungen wie Bau- und Gartenfachmärkte wieder öffnen.

In der 2. Etappe (ab dem 11.05.) dürfen Museen, Bibliotheken und Archive (ohne Lesesäle) wieder öffnen, es erfolgt eine vorsichtige Öffnung der Gastronomie. Auch die Einreisebeschränkungen werden ab dem 11. Mai schrittweise gelockert. Nach wie vor gelten Abstands- und Hygieneregeln, alle Neuansteckungen sollen rückverfolgt werden.

Die 3. Etappe wurde am 27. Mai von der Landesregierung bekannt gegeben. Es handelt sich hierbei u.a. um folgende Beschlüsse (Abstands- & Hygieneregeln gelten weierhin):

Ab 6. Juni können weitere Betriebe und Einrichtungen öffnen. Neu dürfen Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen wieder stattfinden. Voraussetzung sind Schutzkonzepte. Kommt es dabei zu engen Kontakten, müssen Kontaktdaten erhoben werden. So kann im Falle einer neu infizierten Person die Rückverfolgbarkeit sichergestellt werden. Auch müssen alle Beteiligten die Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen können – Organisatoren und Veranstalterinnen, Teilnehmende, Angestellte, Kunden und Kundinnen, Lehrpersonen, Schüler und Schülerinnen, Lernende, Sportler und Trainerinnen. Eine Übersicht über die Lockerungen der Maßnahmen und mögliche nächste Schritte finden Sie in den beigefügten PDFs auf dieser Seite zum Download (Stand: 27.05.2020).

Ab dem 15. Juni sind Grenzübertritte von und nach Deutschland, Frankreich und Österreich wieder gestattet.

Am 24. Juni 2020 wird der Bundesrat über das weitere Vorgehen bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen und weitere Lockerungen beschliessen. Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen bleiben bis am 31. August 2020 untersagt.

Weitere Informationen zu den Maßnahmen des Bundes finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit BAG.

 

Engagement des EVVC und weiterführende Links

Die Ausbreitung des Virus hat weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Veranstaltungsbranche. Nachdem zunächst in erster Linie Messen von Absagen und Verschiebungen betroffen waren (ITB, HMI, Prolight + Sound), trifft die Krise nun Veranstaltungen mit voller Wucht.

Eine Übersicht über die Maßnahmen und Aktivitäten des Verbands während der Krise finden Sie hier.

Informationen zu möglichen Hilfsmaßnahmen finden Sie hier. Zusätzlich finden Sie hier Informationen zu Haftungsansprüchen bei Absagen von Veranstaltungen.

Fragen und Antworten zum Thema Arbeitsrecht und Kurzarbeit finden Sie hier.

Die wirtschaftlichen Folgen der Krise sind schon jetzt enorm und verstärken sich durch die generelle Einschränkung weiter massiv. Wir sind mit unseren Partnerverbänden innerhalb der IGVW, dem BTW und dem GCB in engem Austausch. Im Kern der aktuellen Gespräche stehen mögliche Hilfen für die betroffenen Unternehmen in der Veranstaltungsbranche. Ein gemeinsames Statement der IGVW finden Sie hier.

Am Freitag, 13.03.2020 fand eine Runde der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft im Bundeskanzleramt statt. Wir haben in Abstimmung mit dem BTW unsere Einschätzung der Lage samt Forderungen eingebracht. Eine Pressemitteilung, die die prekäre Situation der Veranstaltungsbranche und die Betroffenheit der Veranstaltungs-Centren (und damit der Städte und Kommunen) deutlich macht und unsere Forderungen darlegt, finden Sie hier. Die Kernbotschaften haben wir auch in Form eines Offenen Briefs an alle Mitglieder und Partner weitergegeben und um Nutzung in Gesprächen mit den Verantwortlichen lokalen Stellen und den Ministerien in den Ländern zu nutzen. Tenor: Unsere Branche braucht nun schnelle und umfassende Hilfe.
 

Empfehlungen des Robert Koch Instituts zur Bewertung von Großveranstaltungen finden Sie hier. Wir empfehlen Ihnen, sich an die zuständigen Behörden vor Ort zu wenden. Grundlegend gilt, dass die Einhaltung der einschlägigen hygienischen Schutzmaßnahmen (häufig und gründlich Hände waschen, Nies- und Hustenetikette einhalten, Hände schütteln vermeiden) dringend angeraten ist. FAQ dazu finden Sie hier: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html
 

Informationen und Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation finden Sie hier: https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019

Erstattung von Fahrkarten und Veranstaltungstickets: Veranstaltungstickets, die bis zum 13.03.2020 online gekauft worden sind, können neben den bestehenden Erstattungsregelungen zusätzlich über folgende E-Mail-Adresse zur kostenlosen Erstattung eingereicht werden: fahrkartenservice@bahn.de. Weitere Informationen zur Kulanzregelung auf Grund des Coronavirus finden Sie auf der Webseite der Deutschen Bahn

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