Photopoint zum Jubiläum: Vor 25 Jahren wurde das chemische Element „Darmstadtium“ entdeckt

Veröffentlicht am 08.11.2019

Es war einer der größten Erfolge in der Grundlagenforschung am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und zugleich ein Moment, der zu einem besonderen Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Darmstadt wurde: jener 9. November 1994 um 16.39 Uhr, als erstmals das chemische Element 110 im GSI-Teilchenbeschleuniger erzeugt wurde. Inzwischen ist es nach seinem Entdeckungsort „Darmstadtium“ benannt und die Wissenschaftsstadt Darmstadt als einzige deutsche Stadt im Periodensystem der Elemente verewigt. Zudem ist das Element Namensgeber für das Wissenschafts- und Kongresszentrum „darmstadtium“. An die Entdeckung vor 25 Jahren erinnern GSI und Kongresszentrum mit einem eigens dafür gestalteten Photopoint im Foyer des „darmstadtium“, der nun zum Jubiläum feierlich eröffnet wurde.

Der neue Photopoint steht für Spitzenforschung, die weltweit führend und zugleich mit der Region verwurzelt ist, und schärft das Profil der Wissenschaftsstadt Darmstadt als weiterer Mosaikstein. Der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch und der Wissenschaftliche Geschäftsführer von GSI und FAIR, Professor Paolo Giubellino nahmen gemeinsam die Eröffnung vor. Der Leiter des Entdeckerteams des Elements „Darmstadtium“, Professor Sigurd Hofmann, gab einen Rückblick auf die Geschichte rund um die erstmalige Erzeugung von Element 110. Das Jubiläum der „Darmstadtium“-Ersterzeugung fällt zudem in das von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Jahr des Periodensystems: 2019 jährt sich die Entdeckung des Periodensystems zum 150. Mal.

Auf dem Photopoint sind die entscheidenden Etappenschritte des chemischen Elements „Darmstadtium“ verzeichnet: Entdeckung am 9. November 1994, offizielle Anerkennung durch die IUPAC (International Union of Pure and Applied Chemistry) am 15. August 2003, Taufe am 2. Dezember 2003. Außerdem ist die Zerfallskette des Elements abgebildet, durch deren Messung das Element erst identifiziert werden kann. Für die Erzeugung von „Darmstadtium“ werden Nickel-Atomkerne im Teilchenbeschleuniger mit einer Geschwindigkeit von rund 30.000 Kilometer pro Sekunde auf eine hauchdünne Folie aus Blei geschossen. Wenn die beiden Atomkerne miteinander verschmelzen, entsteht das Element „Darmstadtium“. Außerdem gelang es am GSI Helmholtzzentrum, fünf weitere chemische Elemente zu entdecken, die Elemente Bohrium, Hassium, Meitnerium, Roentgenium und Copernicium. Das Element Hassium ist nach dem Bundesland Hessen benannt und ist dank GSI das einzige deutsche Bundesland, dass im Periodensystem verewigt ist.

Neben all den Rückblicken weist der Hashtag #UniverseInTheLab auf dem Photopoint in die Zukunft: Mit dem derzeit bei GSI entstehenden internationalen Beschleunigerzentrum FAIR können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Vielfalt des Universums gleichsam ins Labor holen, um fundamentale Fragen wie die Entstehung der chemischen Elemente und die Entwicklung des Universums zu untersuchen.

Der Photopoint ist 2,5 Meter hoch, 1,2 Meter breit und steht auf einem kleinen Podest. Zum Arrangement gehört noch ein 40 Zentimeter großer Leuchtwürfel, der das in der physikalischen Realität winzig kleine, nur den Bruchteil einer Sekunde existierende Element „Darmstadtium“ symbolisiert. Die Gäste im Kongresszentrum können sich in dieser Fotokulisse selbst in Szene setzen und sich mit viel Phantasie fotografisch darin verewigen – ein spannendes Stück Wissenschaft zum Anfassen. Die entstandenen Fotos können unter dem Hashtag #UniverseInTheLab veröffentlicht werden.

www.darmstadtium.de

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